Billomat ist eine Buchhaltungssoftware für Rechnungen und Belege. Agentursoftware bildet den gesamten Workflow von Kalkulation über Projektplanung bis zur Projektabrechnung ab. Der Unterschied liegt nicht in der Anzahl der Funktionen, sondern in der Systemlogik: Billomat denkt in Dokumenten und Buchungen, Agentursoftware denkt in Projekten, Ressourcen und Margen. Für Agenturen mit echtem Projektgeschäft ist das eine grundlegend andere Ausgangslage.
Die schnelle Antwort: Wenn du als Freelancer oder Soloselbstständiger einfach nur Rechnungen schreiben und deine Buchhaltung vorbereiten willst, macht Billomat seinen Job solide. Sobald du aber ein Team steuerst, Budgets kontrollieren musst, Retainer abrechnest und wissen willst, welche Projekte Marge verbrennen, brauchst du eine spezialisierte Agentursoftware wie Die Agenturverwaltung. Denn Billomat hat keine tiefgehenden Funktionen für Projektmanagement und Zeiterfassung und kann dir deshalb kein wirtschaftliches Bild deiner Projekte liefern.
Billomat ist eine spezialisierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware aus Deutschland (seit 2007, Sitz in Nürnberg). Die Cloud-Lösung richtet sich primär an Freiberufler, Soloselbstständige und kleine Unternehmen, die ihre Rechnungsprozesse digitalisieren und vorbereitende Buchhaltung erledigen wollen.
Die Basisfunktionen von Billomat im Überblick:
Was Billomat nicht ist: ein Projektmanagement-Tool. Es gibt keine Projektstruktur mit Phasen, Aufgaben und Budgets, keine integrierte Zeiterfassung auf Aufgabenbasis und keine Kapazitätsplanung. Billomat zielt auf die Automatisierung von Rechnungsstellung und Mahnwesen ab, nicht auf die Steuerung von Projektgeschäft.
Agentursoftware ist maßgeschneidert für kreative und dienstleistende Unternehmen. Sie unterstützt den kompletten Projektlebenszyklus: von der ersten Kalkulation über die Ressourcenplanung und Zeiterfassung bis zur Abrechnung und zum Controlling.
Typische Module einer modernen Agentursoftware umfassen:
Die Agenturverwaltung ist ein Beispiel für eine solche All-in-One-Lösung: cloud-native, DSGVO-konform mit EU-Hosting, konzipiert für Agenturen mit 5 bis 25 Mitarbeitenden. Der entscheidende Unterschied zu Finanztools: Agentursoftware beginnt bei der Projektidee und Kalkulation, nicht erst bei der fertigen Rechnung. daten laufen von Angebot über Zeiten und Budgets konsistent bis zur Abrechnung, ohne Medienbrüche. Gleichzeitig werden alle Buchhaltungsprozesse vorbereitet: Rechnungen, offene Posten und Exporte für den Steuerberater.
Bevor wir in die Details gehen, hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick. Die Kernaussage: Es geht weniger um „mehr oder weniger Funktionen", sondern um die grundlegende Logik des Systems. Finanztool vs. Projektplattform.
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Faktor |
Billomat |
Moderne Agentursoftware (z. B. Die Agenturverwaltung) |
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Bestes Einsatzszenario |
Solo-freiberufler und kleine Betriebe ohne komplexe Projekte |
Agenturen mit Retainern, Mischkalkulationen und Teams (5–25 Mitarbeitende) |
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preis ab (stand 2026) |
Ab 19 € im Jahresabo (Professional), Business ab 29 €, Enterprise ab 99 euro pro monat |
Ab ca. 15 €/User/Monat (Basic), modulare Erweiterung per Cherry-Picker-Modell |
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projekt und Ressourcenplanung |
Keine Projektstruktur vorhanden, keine Kapazitätsansicht |
Vollständige Projektstruktur mit aufgaben, Budget- und Kapazitätsplanung |
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zeiterfassung und Stundensätze |
Nur über externe Add-ons, wenig Aufgabenbezug |
Integriert: Timer, Wochen-/Listenansicht, individuelle Stundensätze pro Rolle |
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Projektcontrolling und Margen |
Einnahmen/Ausgaben, offene Posten; keine Margen auf Projekt- oder Aufgabenebene |
Echtzeit-Soll-Ist, Budgetwarnungen, Forecast, Margen pro projekt |
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Abrechnung von Agenturprojekten |
Teilrechnungen und abo rechnungen möglich, aber ohne Projektverknüpfung |
Voll abbildbar: Retainer, Akonto, Time & Material, Fremdleistungen |
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DSGVO und Hosting |
GoBD-konform, SSL-verschlüsselt |
DSGVO-konform, EU-Hosting, revisionssichere prozesse, tägliche Backups |
Der Unterschied wird spätestens dann spürbar, wenn du nicht nur Rechnungen schreiben, sondern dein Projektgeschäft aktiv steuern willst.
Agenturen denken in Projekten: Briefing, Phasen, Sprints, Budgets und Deadlines. Ein Rechnungsprogramm wie Billomat denkt in Dokumenten: Rechnung, Angebot, Gutschrift, Eingangsbeleg. Es gibt keine echte Projektentität, keine Phasen, keine Aufgaben mit Verantwortlichen.
Was bedeutet das konkret? Stell dir einen Website-Relaunch vor mit den Phasen Konzeption, Design, Entwicklung und Launch. In einer Agentursoftware legst du das Projekt an, definierst Phasen und Aufgaben, weist Budgets und Teammitglieder zu und behältst den Fortschritt in Echtzeit im Blick. In Billomat existiert dieses Projekt nicht als Konstrukt. Du siehst am Ende die Rechnung, aber nicht, ob das Design-Budget schon in der Konzeptionsphase aufgebraucht wurde.
Agentursoftware ermöglicht das Monitoring von Projektbudgets in Echtzeit. Das gibt dir kontrolle und Steuerbarkeit im laufenden projekt, statt erst nach Projektende festzustellen, dass die Marge weg ist.
Gewinner: Agentursoftware - weil Transparenz über Fortschritt, Budget und Ergebnis nur entsteht, wenn das System in Projekten denkt. Billomat punktet dort, wo kein komplexes projekt existiert und reine rechnungsstellung genügt.
In Agenturen entscheidet die Zeiterfassung über Marge oder Verlust. Nicht fakturierte Stunden, unerkannte Überstunden und falsche Forecasts fressen den Gewinn. Deshalb ist Projektzeiterfassung kein Nice-to-have, sondern geschäftskritisch.
Billomat bietet eine separate Zeiterfassung über ein Add-on, nicht nativ im System. Das bedeutet: zwei Tools, doppelte Datenpflege und Medienbrüche. Zeiterfassung in Billomat kann fehleranfällig sein, weil erfasste Zeiten manuell den Rechnungen zugeordnet werden müssen.
Die Agenturverwaltung integriert Zeiterfassung direkt in das System. Zeiten werden per Timer oder in der Wochen-/Listenansicht auf Aufgaben und Projekte gebucht. Jeder Eintrag ist mit einer Rolle und einem hinterlegten Stundensatz verknüpft. Bei einer Kampagne mit Strategie (120 €/h), Kreation (95 €/h) und Development (110 €/h) erfasst die Agentursoftware diese Zeiten differenziert und nutzt sie automatisch für Abrechnung, Soll-Ist-Vergleiche und Margenkalkulation. Bei Billomat bekommst du nur Summen aus externen Listen, ohne Projektbezug.
Gewinner: Agentursoftware - weil integrierte Zeiterfassung mit Stundensätzen die Grundlage für jede seriöse Projektabrechnung und Margenkontrolle ist. Billomat reicht für reine Pauschalprojekte ohne Stundennachweis.
Agenturen arbeiten selten mit einem einzigen Abrechnungsmodell. Retainer, Akontorechnungen, Teilrechnungen, Mischkalkulationen aus Fixpreis und Time & Material, Fremdleistungen von Fotografen oder Developern: Das ist Agenturalltag.
Billomat kann wiederkehrende Rechnungen und Teilrechnungen erzeugen und Angebote erstellen. Aber diese Dokumente haben keinen direkten Bezug zu geleisteten Zeiten, Budgetverbrauch oder Fremdkosten. Ob der Retainer von 5.000 € im Monat aufgebraucht ist, ob variable Performance-Boni gerechtfertigt sind, ob Restbudgets korrekt ausgewiesen werden: Das alles muss extern in Excel gepflegt werden.
In einer Agentursoftware wie Die Agenturverwaltung werden Rechnungen auf Basis von erfassten Zeiten, Fremdkosten und Angebotsdaten generiert. Restposten-Übersichten zeigen, was noch offen ist. Automatische Warnungen signalisieren Budgetüberschreitungen. Die gesamte Kette von Angebot über Leistungen bis Rechnung ist ein durchgängiger Prozess, kein manuelles Zusammenstückeln.
Gewinner: Agentursoftware - weil sie die wirtschaftliche Realität eines Projekts in die Rechnung überträgt. Billomat erstellt die rechtlich saubere Rechnung, liefert aber kein wirtschaftliches Projektbild.
Viele Agenturen merken zu spät, dass Projekte „brennen". Der Grund: Sie sehen Umsätze und offene Posten, aber keine Soll-Ist-Vergleiche auf Projektebene. Genau hier liegt das Problem.
Billomat zeigt Einnahmen, Ausgaben und offene Posten. Billomat ermöglicht die Erstellung von Einnahmen-Überschuss-Rechnungen (EÜR). Für einen Gesamtüberblick über die Unternehmensfinanzen reicht das. Aber es gibt keine Auswertungen wie Deckungsbeitrag pro Projekt, keine Budgetwarnungen, kein Projekt- und Unternehmenscontrolling mit Forecast-to-complete.
Die Agenturverwaltung liefert Kennzahlen wie Budgetrest, Budgetverbrauch in Prozent, Soll-Ist-Stunden, verbleibende Stunden, Projektmarge und Deckungsbeitrag. Bei Budgetengpässen werden Projektleiter automatisch benachrichtigt. Das konkrete Szenario: Montagmorgen-Meeting, du filterst auf problematische Projekte und siehst sofort, wo Handlungsbedarf besteht. Mit Billomat siehst du in diesem Meeting nur die Gesamtumsätze der letzten Monate, keine Projektdetails.
Gewinner: Agentursoftware - weil operative Steuerung des Projektgeschäfts nur mit granularen Echtzeitdaten funktioniert. Billomat funktioniert als Finanz-Backoffice, übernimmt aber keine Controlling-Rolle.
In der Praxis sehen typische Billomat-Setups in Agenturen so aus: Billomat für Rechnungen, Trello oder Asana für Projektplanung, mite oder Toggl für Zeiterfassung, Excel für Controlling. Vier Tools, vier Logins, vier Datensilos.
Die Probleme dieses Toolmix sind real: doppelte Datenerfassung, unterschiedliche „Wahrheiten" in verschiedenen Systemen, keine einheitliche Sicht auf Auslastung, Margen und Cashflow. Jede Abstimmung zwischen den Tools kostet Zeit und erhöht die Fehleranfälligkeit. Billomat erfordert manuelle Buchungen nach Belegscan, was den Aufwand zusätzlich steigert. Als Billomat-Alternative automatisiert sevdesk den gesamten Buchhaltungsprozess stärker und nutzt KI-gestützte Belegerfassung, um Belege automatisch zuzuordnen.
Die Agenturverwaltung vereint Projektmanagement, Ressourcenplanung und Abrechnung in einem System. Ein Login, ein Datenstand, alle Module miteinander verzahnt. Der modulare Cherry-Picker-Ansatz sorgt dafür, dass du nur für Features zahlst, die deine Agentur wirklich braucht, trotzdem bleibt der Datenfluss durchgängig. Andere Anbieter wie sevdesk vernetzen mit über 60 Integrationen und automatisierten Workflows vor allem die Buchhaltung, ersetzen aber trotzdem keine zentrale Agenturplattform. Vom Angebot über den Projektplan und die Zeiten bis zum DATEV-Export für den Steuerberater.
Gewinner: Moderne Agentursoftware - weil ein durchgängiger Datenfluss Fehler reduziert, Zeit spart und bessere Entscheidungen ermöglicht. Billomat kann im Toolmix die Buchhaltungsecke abdecken, taugt aber nicht als zentrale Agenturplattform.
Die richtige Wahl hängt von Größe, Struktur und Geschäftsmodell deiner Agentur ab. Auch als Unternehmer, der nach einer Billomat Alternative sucht, solltest du zuerst klären, ob du einen Buchhaltungs-Anbieter oder eine echte Agentursoftware vergleichst. Hier die klare Orientierung:
Du solltest Billomat wählen, wenn:
Du solltest auf Agentursoftware setzen, wenn:
Für Agenturen mit echtem Projektgeschäft ist spezialisierte Agentursoftware fast immer der bessere Weg. Billomat bleibt ein solides Finanz-Backend für einfachere Setups, bildet aber den Agenturalltag nicht ab. FastBill oder sevdesk können als reine Buchhaltungslösung ebenfalls interessant sein; sevdesk wird bereits von über 170.000 Unternehmen genutzt, löst das Agenturproblem aber nur teilweise. Themen wie Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Überschuss-Rechnung (EÜR), doppelte Buchführung, Gewinn- und Verlust-Rechnung und die Übermittlung ans Finanzamt sind vor allem Buchhaltungsfragen – nicht die Kernfrage bei Agentursoftware.
Die Agenturverwaltung verbindet das, was Billomat kann (Rechnungen, offene Posten, Exporte), mit dem, was Agenturen zusätzlich brauchen (Projektsteuerung, Ressourcenplanung, Echtzeit-Controlling). Und das ohne die Altlasten klassischer Legacy-Agentursoftware aus den 2000ern: kein wochenlanges Onboarding, keine klobigen Oberflächen, keine veraltete Technik.
Die wichtigsten Module im Überblick:
Der Vorteil gegenüber einem Billomat-Setup mit Toolmix: ein System statt vier, keine Medienbrüche, weniger Fehler und eine konsistente Datenbasis für alle Entscheidungen. Der modulare Preisansatz (Cherry Picker) macht den Einstieg planbar: Du zahlst nur für das, was du brauchst, und skalierst bei Bedarf. Das passt ideal für Agenturen, die schrittweise umstellen und ihr Budget im Blick behalten wollen.
Viele Agenturen fragen konkret nach Kombinationsmöglichkeiten, Wechselaufwand und Zukunftssicherheit. Hier die wichtigsten Antworten.
Technisch ja. Einige Agenturen führen Projekt- und Zeitdaten in der Agentursoftware und exportieren Rechnungsdaten bei Bedarf nach Billomat. Aber: Das bedeutet doppelte Datenpflege, Medienbrüche und das Risiko inkonsistenter Daten. Als Übergangslösung ist ein Parallelbetrieb vertretbar. Mittelfristig empfiehlt es sich, auf eine einzige führende Lösung für Projekte und Finanzen zu setzen, um den vollen Nutzen einer All-in-One-Lösung auszuschöpfen.
Aus Billomat lassen sich Kunden, Artikel und Dokumente als CSV oder PDF exportieren. Diese Daten können in Die Agenturverwaltung importiert werden. Ein Onboarding ist erfahrungsgemäß in 5 bis 7 Werktagen möglich. Für zusätzliche Sicherheit kannst du einen Parallelbetrieb über 1 bis 2 Abrechnungszyklen fahren, bis das Team sicher mit dem neuen System arbeitet. Der Aufwand ist überschaubar, gerade wenn du den Zeitgewinn im laufenden Betrieb gegenrechnest.
In den meisten Fällen nicht. Eine Agentursoftware wie die Agenturverwaltung deckt den kompletten „Front-Office“-Teil ab: Angebote, Projektcontrolling, Rechnungen, offene Posten und Exporte. Der eigentliche Jahresabschluss und die Steuererklärung liegen beim Steuerberater, der mit DATEV-Exports auskommt. Eine zusätzliche Buchhaltungssoftware wie Billomat ist dann nicht nötig, wenn Agentursoftware und Steuerberater sauber zusammenspielen. Alternativen wie sevdesk (startet bei 13,90 Euro pro Monat, über 60 Integrationen, KI-gestützte Beleg-Erfassung) oder WISO MeinBüro können als reines Buchhaltungstool ergänzend dienen, decken aber ebenfalls kein Projektgeschäft ab.
E-Rechnungen sind ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend bei B2B-Geschäften in Deutschland. Billomat unterstützt die formale Erstellung von E-Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD. Allerdings berichten Nutzer in Bewertungen, dass die Formatversionen nicht immer dem aktuellen Stand entsprechen und von öffentlichen Auftraggebern abgelehnt werden könnten. Die Agenturverwaltung unterstützt gängige E-Rechnungsformate und garantiert revisionssichere Prozesse und DSGVO-Konformität. Der entscheidende Unterschied: In einer Agentursoftware entstehen E-Rechnungen auf Basis sauberer Projekt- und Leistungsdaten direkt aus dem System. Das bedeutet weniger Fehler und bessere Nachvollziehbarkeit als bei einem Tool, das nur die Rechnung kennt, nicht das dahinterliegende Projekt.
Wenn du merkst, dass Billomat für deine Agentur nicht mehr reicht, sind die nächsten Schritte klar:
Billomat hat mit einer Gesamtbewertung von 2,9 von 5 Sternen (OMR Reviews) und Erfahrungen zu sperriger Benutzeroberfläche und Support-Problemen klare Grenzen. Wenn du diese Grenzen im Alltag spürst, ist der Wechsel keine Frage des „ob", sondern des „wann".
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