Die Agenturverwaltung

Stundenkonto: Bedeutung und Einsatz eines Arbeitszeitkontos

Geschrieben von Achim Koellner | 12.01.2026

Als Head of Agentur weißt du: Die Arbeitszeit deiner Mitarbeitenden zu erfassen, ist gesetzliche Pflicht. Gerade in Agenturen ist ein Stundenkonto für jedes Teammitglied besonders wichtig, weil ihr üblicherweise auf der Grundlage von Projektzeiterfassung arbeitet. Die geleisteten Stunden sind Basis für Abrechnung, Controlling und die Prüfung der Auslastung.

Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Stundenkonto genau – und worin liegt die Bedeutung des Stundenkontos im Unterschied zum klassischen Arbeitszeitkonto? In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Arbeitszeitkonto und das jedes Mitarbeitenden mit durchdachter digitaler Zeiterfassung führst, statt ein fragiles Stundenkonto in Excel zu pflegen. Wir zeigen dir, wie eine professionelle Lösung für digitale Zeiterfassung dein Stundenkonto alltagstauglich, rechtssicher und übersichtlich macht.

Was ist ein Stundenkonto?

Ein Stundenkonto erfasst die geleisteten Arbeitsstunden eines Mitarbeitenden. Dabei dokumentiert es transparent die Soll- und Ist-Zeit. Im Unterschied zum Arbeitszeitkonto bildet ein Stundenkonto keine Mehrarbeit ab, sondern dient vor allem der täglichen Arbeitszeiterfassung.

Müssen Agenturen ein Stundenkonto führen?

Ein Stundenkonto, das die geleistete Arbeitszeit sammelt, ist für Agenturen nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es hat sich jedoch als anerkanntes und praktisches Instrument für die Zeiterfassung in einer Agentur etabliert, weil projektbasierte Arbeit klare und nachvollziehbare Stundenübersichten erfordert.

Wie funktioniert ein Stundenkonto?

Ein Stundenkonto dient im Agenturalltag vor allem der betriebswirtschaftlichen Transparenz. Es dokumentiert Soll- und Ist-Zeiten und unterstützt Agenturen dabei, Arbeitszeiteinsatz, Ausgleich und projektbezogene Arbeitsstunden sauber nachzuhalten.

Zentrale Elemente eines Stundenkontos:

  • Vertragliche Arbeitszeit als Soll-Wert: Die vereinbarte Wochenarbeitszeit bildet das Soll im Stundenkonto eines Mitarbeitenden.
  • Arbeiten mit einem Stundenkonto: Zeigen Mitarbeitende hohe Arbeitszeiteinsätze, können in ruhigeren Phasen Freizeitausgleichstage gewährt werden, ohne Anpassung des Gehalts.
  • Verknüpfung mit digitaler Urlaubsplanung: Durch die Anbindung bleiben Urlaubsansprüche, Soll-Arbeitszeit und Abwesenheiten eindeutig dokumentiert.
  • Projektspezifische Erfassung: Das Stundenkonto deiner Arbeitnehmer zeigt, wie viele Stunden in Kundenprojekten angefallen sind.
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung: Die projektbezogene Zeiterfassung zeigt, ob deine Kalkulation sinnvoll ist. Grundlage dafür sind die zugehörigen Arbeitszeitkonten.

Welche Arten von Stundenkonten gibt es?

Streng genommen gibt es keine unterschiedlichen Arten von Stundenkonten, da ein Stundenkonto in erster Linie die geleistete Arbeitszeit dokumentiert. In der Praxis nutzen Agenturen jedoch verschiedene Modelle von Arbeitszeitkonten, die ergänzend zu einem Stundenkonto eingesetzt werden und unterschiedliche Formen der Flexibilisierung ermöglichen. Diese Modelle haben sich etabliert, weil sie den Arbeitsalltag in projektorientierten Teams besser abbilden können.

Überstundenkonto

Ein Überstundenkonto erfasst Arbeitsstunden, die über die reguläre oder tarifliche Wochenarbeitszeit hinausgehen. Die angesammelten Stunden können später in Freizeit ausgeglichen werden. Dieses Modell eignet sich besonders für Agenturen mit projektbedingten Peaks.

Gleitzeitkonto

Ein Gleitzeitkonto kombiniert eine festgelegte Kernarbeitszeit mit flexiblen Arbeitsbeginn- und Endzeiten. Mehrarbeit kann durch Freizeit oder Vergütung ausgeglichen werden, während Minusarbeitszeit innerhalb eines definierten Zeitraums nachgearbeitet wird.

Jahresarbeitszeitkonto

Ein Jahresarbeitszeitkonto verteilt Arbeitszeit flexibel über ein Kalenderjahr. Mehr- und Minderarbeit können über längere Zeiträume ausgeglichen werden – sinnvoll für Agenturen, deren Auslastung saisonal oder projektbedingt schwankt.

Ampelkonto

Ein Ampelkonto gibt Mitarbeitenden klare Orientierung über Mehr- oder Minderarbeit. Wird ein Schwellenwert überschritten, greifen definierte Maßnahmen. Dieses Modell schafft Transparenz und erleichtert Führungskräften die Steuerung des Arbeitseinsatzes.

Lebensarbeitszeitkonto

Ein Lebensarbeitszeitkonto ist langfristig ausgerichtet. Mitarbeitende können Mehrarbeit oder Gehaltsanteile ansparen, um später ein Sabbatical, Teilzeitphasen oder einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Für Agenturen ist dieses Modell vor allem dann relevant, wenn langfristige Mitarbeiterbindung im Fokus steht.

Stundenkonto richtig führen: Worauf sollten Agenturen achten? 

Der Gesetzgeber verpflichtet zwar nicht ausdrücklich zu einem Stundenkonto, allerdings gelten klare Vorgaben für die Arbeitszeiterfassung. Wenn Agenturen mit einem Stundenkonto arbeiten, müssen sie sicherstellen, dass die Dokumentation nachvollziehbar, vollständig und rechtskonform ist. Die folgenden Punkte sind zentral, um ein Stundenkonto für Mitarbeitende und Arbeitnehmer sauber zu führen. 

Lückenlos

Ein Stundenkonto muss vollständig sein. Fehltage oder ausgelassene Eintragungen dürfen nicht vorkommen, da sie die Nachvollziehbarkeit der Arbeitszeit unterbrechen. Verlässliche Prozesse helfen dabei, dass Mitarbeitende ihre Zeiten konsequent erfassen und korrekt mit dem Stundenkonto arbeiten.

Sicher aufbewahrt

Die aufgezeichneten Arbeitsstunden dürfen nach Freizeitausgleich oder ähnlichen Maßnahmen nicht gelöscht werden. Sie müssen gemäß gesetzlicher Regelungen für das Stundenkonto mindestens zwei Jahre archiviert bleiben, damit Prüfungen und Nachweise jederzeit möglich sind.

Gehalt und Stundenkonto trennen

Plus- oder Minusstunden wirken sich nicht automatisch auf das Gehalt aus. Plusstunden können nach Absprache ausgezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden. Minusstunden sollten zeitnah nachgearbeitet werden, ohne dass daraus direkt eine Gehaltskürzung entsteht. Wichtig ist, die Trennung von Vergütung und Stundenkonto klar zu definieren.

Teamaustritt sauber managen

Verlässt ein Teammitglied die Agentur und hat noch Plusstunden auf dem Stundenkonto, werden diese in der Regel durch Freizeit ausgeglichen. Ist das nicht praktikabel, erfolgt üblicherweise eine Auszahlung. So bleibt das Stundenkonto für Mitarbeitende und Arbeitgeber fair und nachvollziehbar.

 

So gelingt digitale Arbeitszeiterfassung mit Software: Wie Agenturen ihr Stundenkonto effizient verwalten

Die manuelle Pflege eines Stundenkontos in Excel oder einer Vorlage in Word klingt zunächst einfach, führt in der Praxis jedoch schnell zu Fehlern, fehlender Aktualität und mangelnder Rechtssicherheit. Für Agenturen, die projektbasiert arbeiten und präzise Soll- und Ist-Zeiten benötigen, ist digitale Zeiterfassung daher unverzichtbar. Eine professionelle Lösung hilft dabei, Stundenkonten für Mitarbeitende zuverlässig zu führen, Auslastung korrekt abzubilden und administrative Aufgaben zu reduzieren.

Damit digitale Arbeitszeiterfassung im Agenturalltag wirklich funktioniert, sollte deine Software Folgendes leisten:

Gesetzeskonforme Anwesenheits- oder Projektzeiterfassung

Arbeitszeit muss ab der ersten Minute erfasst werden – sowohl für Anwesenheit als auch für Projektzeiterfassung. Eine Software sollte diese Zeiten automatisch speichern und die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit sowie Urlaubsansprüche sauber hinterlegen.

Automatische Berechnung von Soll- und Ist-Zeiten inkl. Abwesenheiten

Eine gute Lösung denkt für dich mit: Stundenkonten sollten automatisch Soll- und Ist-Zeiten, Urlaubstage und krankheitsbedingte Fehltage berechnen. Das erspart dir manuelle Nachträge und reduziert Fehler beim Arbeiten mit dem Stundenkonto.

Transparente Übersicht im Dashboard

Du brauchst ein Dashboard, das vereinbarte, geleistete und fehlende Arbeitszeit für jedes Teammitglied klar ausweist. Für Agenturen ist das besonders wichtig, um Auslastung, Kapazitäten und Projektprioritäten jederzeit im Blick zu behalten.

Flexibilität zwischen Zeit- und Anwesenheitserfassung

Im Stundenkonto von Mitarbeitenden muss erkennbar sein, welche Zeiten auf Kundenprojekte entfallen und welche interne Tätigkeiten abbilden. Die Möglichkeit, zwischen Zeit- und Anwesenheitserfassung umzuschalten, sorgt für Klarheit bei abrechenbaren Stunden und verbessert die Projektkalkulation.

Integrierte Prozesse statt Insellösungen

Viele herkömmliche Tools bilden diese Anforderungen nur teilweise ab. Eine isolierte Stundenkonto-App bietet selten die Kombination aus rechtssicherer Dokumentation, Projektzeiterfassung und sauberer Verwaltung von Abwesenheiten. Eine umfassende Agentursoftware wie Die Agenturverwaltung verbindet all diese Prozesse in einem System – inklusive Stundenkonto, Zeiterfassung, Urlaubsplanung und Projektzeiten – und hilft dir, den Agenturalltag effizient und ohne Medienbrüche zu steuern.

Stundenkonto effizient verwalten – und den Agenturalltag spürbar entlasten

Am Ende zählt die Zeit, die wirklich in Projekte, Kundenergebnisse und Teamführung fließt – nicht die Zeit, die du für das Management eines Stundenkontos aufwendest. Genau hier unterstützt dich eine integrierte Lösung wie die Agenturverwaltung: Sie verbindet digitale Zeiterfassung, Projektzeiterfassung, Stundenkonto und Abwesenheiten in einem System und schafft damit die Transparenz, die Agenturen im Tagesgeschäft brauchen.

Wenn du erfahren möchtest, wie du dein Stundenkonto effizienter führst und Arbeitsabläufe in deiner Agentur spürbar vereinfachst, unterstützen wir dich gerne – melde dich jederzeit bei uns.

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